Wir im Quartier

Wir im Quartier – das ist ein Bündnis der Kirchengemeinde Winterhude-Uhlenhorst, dem Quartierentwicklungsprojekt Q8 – Quartiere bewegen und dem Goldbekhaus. Die drei Partnerinnen schlossen sich 2015 zusammen, als täglich mehrere hundert geflüchtete Menschen in Hamburg ankamen. Die Bereitschaft der Nachbarschaft, die Ankommenden zu unterstützen war enorm. Die drei Bündnispartnerinnen luden zu ersten offenen Plenen ins Goldbekhaus, um das Engagement zu bündeln und zu organisieren. Aus diesen ersten Plenen ist die Initiative Wir im Quartier  entstanden.

Wir organisieren ein vielfältiges Programm für alle Nachbar_innen:

Zu den regelmäßige Angeboten zählen beispielsweise die Fahrrad- und die Nähwerkstatt, der Chor Songs-from Home oder der Alphabetisierungskurs. Es werden gemeinsam Feste gefeiert, Filmabende oder Informationsreihen organisiert. Eine Patenschaftsgruppe mit mittlerweile über 40 Patenschaften unterstützt die neuen Nachbarinnen bei der Orientierung im neuen Leben.

Dank diverser Förderer, wie dem Hamburger Sportbund, der Bürgerstiftung Hamburg und dem Bezirk Hamburg Nord ist es möglich, viele Angebote kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Die Programme sind für alle Nachbar_nnen offen. Auf diese Weise schaffen wir Räume für Begegnungen, Austausch,  gegenseitigem Lernen und viel Spaß.

(10.2018)


wir im Quartier - Copyright: Q8

Veranstaltungsreihe SICHTWEISEN

Die Veranstaltungsreihe ,,SICHTWElSEN" ist, ein Projekt von WIR IM QUARTIER und soll alle  Menschen erreichen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, aber auch alle , die sich  nach Strategien und Diskussion im Umgang mit Populismus , Rassismus und gesellschaftlicher Spannung sehen. Die Veranstaltungsreihe findet an drei Abenden im Herbst statt.


 - Copyright: A.Heldt

Einsicht am 24. Oktober 2019 um 18.00 Uhr im Drewssaal der Heilandskirche

Sisters Network ist ein Angebot für Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 21 jahren, die für den Übergang von der Schule in eine Ausbildung Unterstützung bekommen. Besonders junge geflüchtete Mädchen und Frauen nutzen Sisters Network, um sich ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Doch auch in Deutschland aufgewachsenen Teilnehmerinnen sind herzlich willkommen.
Bei der Veranstaltung berichten die jungen Frauen über ihre ganz persönlichen Erlebnisse, Erfahrungen und Herausforderungen als Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte in Deutschland zu leben. Welche Unterschiede gibt es im Hinblick auf die Frauenrolle in Deutschland im Vergleich zum Herkunftsland? Welchen Spagat müssen die jungen Frauen zwischen den Erwartungen an beide Rollen bewältigen? Bei uns kommen die Frauen selbst  zu Wort und berichten!
Wir freuen uns auf einen angeregten Austausch mit dem Publikum.
Den kulturellen Betrag liefert uns die Comedienne Alicja Heldt. Sie kommt ursprünglich aus Polen und kann ein Lied davon singen, sich in Deutschland als Ausländerin behaupten zu müssen. Sie ist laut, chaotisch und sie ist lustig. Wenn sie aus ihrem Leben erzählt, dann tut sie das mit vollem Körpereinsatz. Alicja ist ein freches Hamburger Deern mit polnischen Wurzeln, eine Lady und ein Witzbold.

refugee sisters - Copyright: Jessica Diedrich

Weitsicht am 14. November um 20.00 Uhr im Goldbekhaus

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Seit eineinhalb jahren gibt es das senatsgeförderte Projekt "refugee sisters" in Hamburg.
 Was sind die besonderen Herausforderungen, mit denen lesbische, bisexuelle, trans* und inter* Geflüchtete konfrontiert sind? Wie sieht die Arbeit des Projektes aus?
Die "refugee sisters" versuchen, die gängige Arbeitsweise zu verlassen, in der Professionelle" sich um die Belange der "fürsorgebedürftigen Klient*innen“ kümmern. Das bedeutet zum einen, dass wir versuchen, die Geflüchteten, die das wollen, selbst mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und ihren Kompetenzen unmittelbar in die Arbeit einzubeziehen. Zum anderen heißt es, einen Kontakt auf Augenhöhe zu wagen - also uns auch selber zu öffnen, zu zeigen und ggf. infrage stellen zu lassen. Die Begegnungen, die daraus entstehen, bewegen und verändern alle Beteiligten. So hat dieser Ansatz ein kleines, sehr besonderes Netzwerk wachsen lassen. (Eva Burgdorf, Therese Walther Lesbenverein Intervention, Musik A Quadrat )
 

Absicht am 28. November um 20.00 Uhr im Drewssaal der Heilandskirche

wird es um die ökonomische (und politische) Dimension der Integration von Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung in den deutschen Arbeitsmarkt gehen. Migrantinnen fehlen häufig die finanziellen Ressourcen für eine Stellensuche als auch Kontakte und Netzwerke. Es gibt institutionelle Barrieren, wie die fehlende Anerkennung von im Heimatland erworbenen Qualifikationen. Warum schaffen scheinbar nur so wenige, insbesondere hoch qualifizierte Frauen mit Migrationsgeschichte  den beruflichen Aufstieg? Wie muss die Politik auf diese Benachteiligung reagieren und welche ökonomischen Folgen gibt es? Diese und weitere Fragen werden an dem Abend durch eine Fachreferentin analysiert und gemeinsam diskutiert.
Ein künstlerischer Input bildet den Abschluss.


give shelter

Welcome Refugees! Die Hilfsbereitschaft der WinterhuderInnen, UhlenhorsterInnen, BarmbekerInnen, … ist sehr groß, ebenso wie das Interesse an den Menschen, die zu uns kommen. Gemeinsam möchten alle das Zusammenleben in den Nachbarschaften gestalten.

Im neuen Jahr werden angedachte Projekte weiter geplant, vermehrt Ressourcen organisiert und vor allem der Kontakt zu den geflüchteten Menschen intensiviert.

Bisher gibt es Ideen und Engagierte für folgenden Sparten. Die angegebenen Kontaktpersonen freuen sich über weitere Menschen, die mittun möchten.

Patenschaften und Begleitung | Dieter Seelis |sd.mail@web.de

Kunst und Kultur | Peter Rautenberg | peter.rautenberg@goldbekhaus.de

Deutschunterricht | Kathleen Czech | kathleen.czech@goldbekhaus.de

Sport und Bewegung | Miriam Meyer | m.meyer@q-acht.net

Sonstiges ... Essen & Trinken | Steffi Ellers | steffellers@gmail.com


Fahrradwerkstatt

Zusammen mit NachbarInnen aus dem Quartier haben wir eine kleine Fahrradreparaturwerkstatt eingerichtet. Geflüchtete haben dort die Gelegen-heit, unter Anleitung alte Fahrräder zu reparieren. Die Räder werden an die Geflüchteten weiterge-geben. Wer mag lernt Radfahren auf dem Hof und nimmt an Kursen zur Verkehrssicherheit teil.



Geflüchtete mit uns - Herzlich Willkommen!

In unserem Quartier Winterhude-Uhlenhorst stehen viele Angebote für Sie bereit, bei denen wir gemeinsam mit Ihnen unser kulturelles, sportliches und nachbarschaftliches Leben gestalten möchten. Wir freuen uns sehr, dass Sie nun mit uns in unserer Stadt leben und laden Sie herzlich ein, alle hier aufgeführten Angebote kostenlos zu nutzen. Bei Angeboten, die eine Anmeldung erfordern, wenden Sie sich gern an das Sozialmanagement in Ihrer Unterkunft oder melden sich direkt bei den angegebenen Kontaktpersonen. Bitte fragen Sie bei Bedarf immer nach, ob ihre Kinder dabei sein können! In den allermeisten Fällen wird das kein Problem sein. Sollten Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich gern an Miriam Meier (Heilandskirche und Q8) m.meier@q-acht.net oder an Peter Rautenberg (Goldbekhaus) peter.rautenberg@goldbekhaus.de oder an Suse Hartmann (Goldbekhaus) suse.hartmann@goldbekhaus.de